Solidarität von Menschen für die Menschen.
SOLIDARITÄT, diese Bedeutung kommt aus dem französischen „solidarité“ und bedeutet hauptsächlich ein ethisch-soziales Engagement zugunsten anderer.
Seit Jahren unterstützt, ermutigt und hilft die Unternehmensleitung den Lions Clubs International, eine humanitäre Hilfsorganisation, die 1917 gegründet wurde.
Diese besteht aus Vereinen, deren Mitglieder volljährig sein und in ihrem Umfeld einen guten Leumund haben müssen, und die nur mittels Einladung beitreten können. Das Motto dieses Vereins ist „We serve“.
DER GRÜNDER MELVIN JONES
Melvin Jones wurde am 13. Januar 1879 in Fort Thomas, Arizona, als Sohn eines Hauptmanns des amerikanischen Heeres geboren. Wegen Versetzung des Vaters zog die Familie in den Osten der USA. Als junger Mann lebte Melvin Jones in Chikago, wo er bei einer Versicherungsfirma arbeitete und 1913 eine solche selbstständig gründete.
Kurz darauf begann er am „Business Circle“ teilzunehmen, einer Gruppe von Geschäftsleuten, wo er bald den Posten des Sekretärs übernahm. Diese Gruppierung war eine von vielen, die in jenen Jahren damit beschäftigt waren, den Wohlstand ihrer Mitglieder zu fördern und, aufgrund ihres begrenzten Interessenhorizonts ein baldiges Ende erlebten. Melvin Jones hatte allerdings andere Ideen, indem er erwog, welche Ziele man erreichen könnte, „wenn diese Personen, die durch ihr Engagement, Intelligenz und Ambitionen großen Erfolg hatten, ihr Talent dazu verwendeten, die Gesellschaft in ihrem Umfeld zu verbessern“. Daher versammelten sich die Abgesandten von diesen Vereinen, auf seine Einladung hin in Chikago, um eine solche Organisation zu gründen und am 7. Juni 1917 erblickte der Lions Clubs International das Licht. Es wurde beschlossen, dass diese Vereine gesellschaftliche Ziele hatten und den Mitgliedern nicht gestattet war, ihre eigenen Interessen zu verfolgen.
Melvin Jones verließ seinen Arbeitsplatz, um sich in Vollzeit den Lions im Hauptsitz Chikago zu widmen. Dank seiner dynamischen Leadership erhielten die Lions das notwendige Prestige, um Personen, die am Gemeinwohl interessiert waren, anzuziehen, und das bedeutete nicht wenig in einer Stadt wie Chikago, die in jenen Jahren wegen ihrer „Einzigartigkeit“ bekannt war („sie ist die einzige in der ganzen Nation, die vollständig korrupt ist“ so schrieb die amerikanische Presse).
Der Gründer des Vereins wurde auch außerhalb von diesem als Leader anerkannt. Besonders bemerkenswert war die Ehre, die er erhielt, als er 1945 die Lions Clubs International als Berater bei den Arbeiten der Organisation der Vereinten Nationen in San Francisco vertreten durfte. Die Lions, hatten jedoch, wie auch der Rotary Club – vermutlich wegen der exklusiven und frauenfeindlichen Wurzeln der Clubs die dem „Yankee“ Protestantismus entsprangen – für lange Zeit noch keine weibliche Version: erst 16 Jahre nach dem Tod des Gründers wurde die Gründung eines „Lioness Clubs“ genehmigt.
Melvin Jones, einer der repräsentativsten Vertreter in Chikago, der Welt der Geschäftsleute und Freischaffenden, in der, wie Anna Evangelista (A. Evangelista, „Die Probleme der Welt meistert man mit dem Herz eines Lion“ in: HISTORIA, Februar 1983, S.36), „man verspürte den Wunsch, gleichzeitig mit den eigenen Geschäften, die ganze Gesellschaft zu verbessern“ aufgrund eines „Bedürfnisses, in einer besseren Welt arbeiten zu können“, starb mit 82 Jahren am 1. Juni 1961 in Flossmoor (Cook County, Illinois).